Da ich mich bereits im Kreis Mansfeld-Südharz befinde, muss die Landschaft hügeliger werden. Die Wanderung geht heute über einige Bergrücken und durch Täler. Die wichtigste Stadt ist hier sicher Mansfeld. Je näher ich dem Harz komme, desto höher wird der Waldanteil. Am Schluss gehts noch mal steil bergab nach Meisdorf.

Schloß Mansfeld 
Älteste Kirche in Mansfeld 
Bisons oder alternative Landwirtschaft
Lutherstadt Eisleben – Helbra – Benndorf – Klostermannsfeld – Mansfeld – Vaterode – Stangerode – Meisdorf
Auch Eisleben wäre einen längeren Aufenthalt wert. Die große Stadtkirche steht am Markt und das Denkmal von Martin Luther schaut sie die ganze Zeit an. Schade, dass fast alle evangelischen Kirchen immer geschlossen sind. Warum eigentlich?
Der Beginn der heutigen Etappe erinnert mich an die Begehung des Wanderweges der Deutschen Einheit. In bergigen Gebieten liegen die Städte meist im Tal und das heißt auch die Übernachtungsmöglichkeiten. Abends darf man dann meist noch mal absteigen, was zur Konsequenz hat, dass es morgens meist wieder bergauf geht. Meine Frau liebt die morgendlichen Anstiege, bei denen der Motor gleich so richtig in Gang kommt 😉. Legendär war der Einstieg zum Rennsteig in Blankenstein, wo du abends und somit die ganze Nacht den steilen Anstieg direkt vor der Haustüre beginnend im Auge hast. Auch heute geht es erst mal eine halbe Stunde nur den Berg hinauf. Es wird heute noch ein sehr bergiger Tag.
Das Schloß Mansfeld hat eine wechselvolle Geschichte ab dem Mittelalter. Sie konnte nie eingenommen werden. Wegen Erbstreitigkeiten wurden im Mittelalter gleich drei Burgen gebaut, die später mit einem Schutzwall gesichert wurden. Lang hat es nicht mehr gedauert und alle drei sind Linien sind ausgestorben.
über einen kleinen Zwischenhügel (gerade rauf, gerade runter) gehe ich nach Vaterode, das Dorf mit der ältesten Kirche im Mannsfelder Land und zwei geschlossenen Wirtschaften.Danach fängt wohl der längste Anstieg für heute an. Da hätte ein kleines Mittagessen vorher sicher gut getan. Ein Stückchen noch einer Bundesstraße entlang (hatte ich schon lange nicht mehr) geht es ab durch den Wald. In Stangerode (es liegt wieder im Tal) laufe ich an einem Pferdehof vorbei. Noch besser, der Pferdehof hat auch ein Restaurant, noch besser, das Restaurant hat um 14.15 Uhr sogar offen und das Beste daran ist, ich bekomme sogar was warmes zu Essen. Pferdeliebhaber müssen wohl auch Menschenliebhaber sein.
Neben den Pferden züchten sie hier auch Bisone, welche mir doch als Mittagessen zu schwer sind. Es geht ja gleich wieder bergauf am Bisongehege vorbei. Ein älterer Bulle verjagt immer wieder die Jungbullen. Die Rangfolge muss frühzeitig gesichert werden, bevor die Jungbullen kräftiger werden.
Wie vorhergesehen ist dies die bergigste Etappe. Ich war über 330 m ü.NN und der Gesamtanstieg betrug über 600 m. Ich bin erst am Rand des Harzes.

Entfernung
Etappe – 37,3 km
Gesamt – 1.145,4 km

Höhenmeter
Etappe – 617 m
Gesamt – 6.071 m