Die heutige Etappe dient der Annäherung an die Schwäbische Alb. Der Großraum Stuttgart wird mit der Überquerung des Neckars verlassen. Eine der bei Shoppern bekanntesten Städte ist nur Durchgang. Rucksack und in Metzingen einkaufen verträgt sich nicht. Am Ende sind wir am Fuße der Alb. Einmal noch schlafen und dann gehts aufi.

Wer wandert länger (siehe Rucksack) 
Weinberge vor der Schwäbischen Alb 
Wirtshausschild Rössle in Dettingen
Sindelfingen – Musberg – Neuenhaus – Schlaitdorf – Neckartenzlingen – Bempflingen – Riederich – Metzingen – Dettingen
Der normale Alltag ist wieder eingekehrt. Um 7.40 Uhr gehts los nach Musberg durch den Sindelfinger Wald. Ich höre und sehe die Flugzeuge starten, was ein sehr gutes Zeichen für mein letztes Projekt ist (siehe Etappe 1). Die Start- und Landebahn scheint noch zu funktionieren, alles andere hätte mich auch sehr gewundert.
In Musberg zu Beginn des Siebenmühlentals treffe ich noch zwei Mitwanderer. Mein Sohn wandert heute mit, so dass mich jedes Familienmitglied mindestens einen Tag begleitet hat. Ihm habt ihr und natürlich auch ich viel zu verdanken. Das Grundgerüst des Blogs hat er entwickelt und dann noch meine Anforderungen eingearbeitet. Dies war sein leichterer Teil der Arbeit. Er hat mich auch in die Bedienung des Systems eingeführt und die Geduld aufgebracht es mit mir solange zu üben, bis ich die notwendige Grundfertigkeit intus hatte. So kann ich dank ihm jeden Tag euch und mich wahrscheinlich im Nachgang mit dem Blog beglücken. Dafür vielen Dank 🙏 🙏🙏!
Der andere Mitwanderer ist Wolfgang, ein ehemaliger Kollege aus meiner Institutszeit. Die Route führt fast bei ihm an der Haustüre vorbei (von Hamburg aus gesehen direkt durchs Wohnzimmer), so dass er sich genötigt sieht, einfach mal mitzuwandern. Gepäckmäßig im Vergleich zu sonstigen Reisen hat er sich weit aus mehr beschränkt als ich. Wie wichtig einem Dinge sind, erfährt man sofort, wenn man sie selber tragen muss.
Im Siebenmühlental gibt oder gab es zumindest sieben Mühlen, wobei viel interessanter ist, wie viele davon ein gastronomisches Angebot haben. Es sind hier einige, aber auch hier vor allem am Wochenende. Der Radbetrieb auf dem Weg, einer ehemaligen Bahnstrecke, ist auch an einem Wochentag enorm.
Die erste Möglichkeit zum Einkehren wird aus der Erfahrung der Vergangenheit gleich genutzt. Kurz nachdem wir sitzen, füllt sich der Biergarten innerhalb von 15 Minuten. Das Essen ist mehr als reichlich, alle sind mehr als satt. Leider geht es gleich danach wieder über den Buckel ins Neckartal. In diesem Bereich ist der Neckar bereits gebändigt, aber nicht mehr schiffbar.
Wir kommen durch den Ort Bempflingen, der mir sehr viel sagt. Auf unserem Markt gibt es bei einem Bäcker von der Alb Bempflinger Weckla (Brötchen), die sehr lecker sind. Diese sind leider aus einem anderen Bempflingen auf der Alb und nicht vom Fuße der Alb. Erst heute Morgen habe ich zwei Bempflinger gegessen.
Weiter gehts nach Metzingen, eine Stadt die weltbekannt ist. Der andere Name ist Outlet-City. Es gibt hier über 150 Fabrikverkäufe, vor allem Edelmarken von Kleidung, Leder und Accessoires. Begonnen hat es mit dem Fabrikverkauf von Hugo Boss. Zu Vor-Corona-Zeiten pilgerten sie teilweise von Japan und China nach Metzingen. Ab Flughafen Stuttgart gibt es einen Buspendelbetrieb nach Metzingen.
Metzingen hat noch etwas Besonderes. Es gibt hier am Rande der Schwäbischen Alb sieben Keltern, mehr als in jeder Stadt in bekannten Weinbaugebieten. Der Übergang von Weinbergen zur Schwäbischen Alb sieht einfach toll aus. Morgen „dürfen“ wir die Höhen erklimmen.
Heute übernachten wir in einem typischen schwäbischen Landgasthof mit eigener Metzgerei. Für Vegetarier ist dies sicher keine präferierte Adresse. Wir lassen es auf uns zukommen.

Entfernung
Etappe – 40,2 km
Gesamt – 2.317,8 km

Höhenmeter
Etappe – 405 m
Gesamt – 23.478 m