Etappe 7 – Von Schwentinental nach Niederkleveez – 33,8 km

Den ganzen Tag geht es das Tal der Schwentine hoch mehr oder weniger am Wasser entlang. Der kleine Fluss weitet sich immer wieder zu Seen auf. Die größten davon sind die Plöner Seen. Die Ufer sind fast durchgängig mit einem grünen Busch- und Baumstreifen bewachsen. Das Wasser blitzt meist durch diesen Grüngürtel hindurch. Dies muss ein Paradies für Kanuten sein. Die Landschaft wechselt oft zwischen Wald und offenen Flächen.



Schwentinental – Preetz – Freudenholm – Wittmodt – Plön – Niederkleveez

Am Anfang ist es bis jetzt eine der schönsten Etappen. Es geht entlang der Schwentine hoch auf Waldwegen mit Blicke auf die Flusslandschaft und auf Wiesen und Felder. Die Gänse grasen auf den Auwiesen. Es muss hier auch schon anderen Bewuchs gegeben haben, da einer der Ausblicke „Am Weinberg“ lag. So hoch oben im Norden hätte ich Wein nicht vermutet. Das erste Zwischenziel ist Preetz, eine Kleinstadt mit Charme.

Auf der Homepage der Schusterstadt Preetz kann man erfahren, dass im Jahre 1850, der Blütezeit des Handwerks in der Stadt, bei nur 4.600 Einwohnern in Preetz 160 selbstständige Schuhmacher, 360 Schuhmachergesellen und 160 Schuhmacherlehrlinge arbeiteten.
Für das Anfertigen von handgemachten Schuhen ist die Zeit heute zu kurz.

Weiter geht es entlang der Schwentine quer über Koppeln mit eleganten Pferden weiter zum Gutshof Wahlstorf im Besitz der Baronin von Plessen. Aus der Größe des Gutshauses und der Nebengebäude kann man auf die Größe der Ländereien schließen. Es kommt noch die erkleckliche Größe von über 900 ha zustande. Dies bedeutet wieder große Felder und wenige Wanderwege. Gut Wahlstorf ist nicht das einzige in der Gegend. Schöne Refugien waren meist Stiftungsland, „Lanker See“, als ein Beispiel. Es waren meist Gutshöfe, die gestiftet wurden und in naturbelassene Landschaften umgewandelt wurden. Schön, wer hunderte von Hektar stiften kann und es auch noch macht!

Unser Ziel ist ein altes Fährhaus, welches wir auf dem Zahnfleisch ankommend, endlich erreichen. Da es sich wirklich um ein Fährhaus handelt, ist das Wasser nicht weit. Auf einem der Fotos der Blick vom Balkon. Vom Bett aus sieht er nicht viel anders aus, da die Fenster Bodenhöhe haben. Da freut man sich doch schon auf das Aufwachen morgen

Die erste Woche liegt hinter mir. Mit dem „Fortschritt“ bin ich zufrieden. Ohne große Übung sind täglich über 30 km in Ordnung. Man und auch Frau möchten unterwegs auch noch mal was sehen oder in der Fußgängerzone von Plön noch zwei Drinks einnehmen können, natürlich alkoholfrei 😉. Jeder hat in seinem Smartphone einen Schrittzähler. Bei mir sind es jetzt in einer Woche 292.500 oder pro Tag 41.700. Dafür muss man im Büro dann schon mal die Flure auf- und abgehen.

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Entfernung

Etappe – 33,8 km

Gesamt – 240,0 km

Höhenmeter

Etappe – 295 m

Gesamt – 1.545 m